Pride is everyday! Künstler:innen, die mich inspirieren

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Der Pride Month ist offiziell vorbei, aber wie wir alle wissen, heißt das noch lange nicht, dass die Pride vorbei ist. Wie viele Mitglieder der LGBTQIA+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Queer, Intersex, Asaxual) Community sagen: „Pride is everyday!“ und deswegen möchte ich heute fünf Künstler:innen unterschiedlicher Genres vorstellen, die mich seit einiger Zeit sehr inspirieren, mir beim Wachsen helfen, mir extrem viel beibringen (ohne, dass sie es überhaupt wissen) und Teil dieser Community sind.

Vorab möchte ich dazu sagen: Ich bin kein Teil dieser Community. Ich habe das Privileg aufgrund meines Aussehens, meiner Sexualität und meiner Geschlechtsidentität relativ unbeschwert durchs Leben zu gehen und kann mir nicht im entferntesten vorstellen, was Mitglieder der LGBTQIA+ Community täglich für Kämpfe ausfechten müssen, um auch nur im Ansatz die gleichen Rechte zu erfahren, wie wir Menschen, die einer vermeintlichen Norm entsprechen. Ich möchte mich hiermit jedoch ganz klar als „Ally“ (engl. Verbündete) aussprechen und meine Wertschätzung für die Arbeit und die Kraft zum Ausdruck bringen, die ich tagtäglich von Menschen aus dieser Community erfahre. Sie durchbrechen Barrieren, die für sie lebensnotwendig sind. Für uns privilegierte Menschen bedeuten diese durchbrochenen Barrieren, dass wir uns noch freier und expressiver in dieser Welt bewegen können, als vorher schon. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Außerdem: Während ich hier sitze und diesen Beitrag verfasse, gibt es in vielen Ländern der Welt noch immer kaum bis keine Rechte für die LGBTQIA+ Community. In einigen von ihnen ist es sogar gesetzlich vorgesehen, Homosexualität, Transidentität und Queerness zu bestrafen, nicht zuletzt mit körperlicher Gewalt oder sogar der Todesstrafe. Wir dürfen daher nicht leise sein, was dieses Thema angeht, sondern sollten die Gemeinschaft laut unterstützen und Diskriminierung in keinster Form dulden.

Fünf Künstler:innen, die mich inspirieren

Mit einem Klick auf die Bilder gelangt ihr zu den Instagram-Profilen des / der jeweiligen Künstler:in.

Beeillustrates

Beeillustrates ist Illustrator:in und verarbeitet in Bildern alles rund um die Themen mentale Gesundheit, Queerness und das Ausbrechen aus heteronormativen Strukturen. Die Illustrationen sind oft mit kurzen aber expressiven Statements versehen, die deren Aussage unterstreichen und mir persönlich oft geholfen haben, Probleme und Gedanken in Worte zu fassen und sie somit zu verstehen.

Heather Glazzard

Heather Glazzard ist Fotograf:in. Die Werke werden oft auf Film fotografiert und haben einen natürlichen Look. Die Fotos scheinen oft Momentaufnahmen zu sein, haben aber meiner Meinung nach trotzdem einen hohen künstlerischen Anspruch, der vor allem durch die Outfits der Modelle, aber auch durch die Komposition des Bildes an sich zum Vorschein tritt. An Heathers Arbeit schätze ich vor allem die Diversität, Sensibilität und den Funken Humor.

Richard O’Gorman

Ich lebe für das Interior Design von Richard O’Gorman. Während der Pandemie begann er sein Zuhause zu verändern und setzt dabei auf Farben und Bögen, die er hauptsächlich als Wandgemälde in seinem Apartment verarbeitet. Die Bilder von seinen Werken zu sehen macht mich einfach nur glücklich und inspiriert mich dazu, in meinem eigenen Zuhause immer wieder Potenzial und neue Projekte zu entdecken.

Florence Given

Wenn mich jemand fragen würde, wer mein Leben im letzten Jahr am meisten verändert hat, dann würde ich auf jeden Fall sagen diese Frau: Florence Given. Sie ist Illustratorin und Autorin und sowohl ihre Bilder, als auch ihr Buch kann ich nur jedem Menschen ans Herz legen, der wachsen und mehr über sich selbst erfahren möchte.

MJ Rodriguez

MJ Rodriguez ist Schauspielerin.  Sie inspirierte mich vor allem durch ihre Rolle als „Blanca“ in der Serie „Pose“, durch die ich unglaublich viel über die Schicksale von Trans-Personen, die Ballroom-Szene in New York und die Aids-Welle in den 80er / 90er Jahren lernte. Die Serie hat meiner Meinung nach generell eine großartige Besetzung und vermittelt auf wunderbar emotional und intensive Art und Weise, welche Kämpfe Mitglieder der LGBTQIA+ Community schon immer ausfechten mussten. 

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