Kombinat Lump: Wie alles begann

Weil wir oft daran denken, warum wir uns eigentlich auf diesen Weg begeben haben, wollen wir euch auch auf diese Erinnerungsreise in die jüngere Vergangenheit mitnehmen und erzählen, warum uns dieses Thema derart am Herzen liegt und Kombinat Lump tatsächlich mehr für uns ist als „nur“ Drucke.

Der erste Funken

Vor inzwischen über drei Jahren stand ich vor meiner weißen Wohnzimmerwand und fragte mich, wie diese Wand gestaltet werden sollte. Nach einer online Suche und Fragen im Freundeskreis formte sich die Idee nach lokalen, jungen Künstler:innen zu suchen, um auch direkt die lokale heranwachsende Kunstszene zu unterstützen. Dankbarerweise gab es damals wie auch heute eine recht gut besuchte Galerie & Museumsszene in Chemnitz, mit dem Gunzenhauser, der Galerie Hinten am Lokomov, der Galerie Borssenanger und anderen kleineren und größeren Ausstellungsorten.

Ein Blick dorthin zeigte allerdings, dass neben einigen anerkannteren Künstler:innen kaum ein Augenmerk auf die heranwachsende Kunstszene unserer Region gelegt wurde und es daher einfach fast unmöglich war, nach derartigen Künstler:innen zu suchen. An einem Spieleabend in der Freundesrunde schilderte ich das Problem unseren Freunden und Ninos kurze und knappe Antwort trifft es immer noch am besten: „Dann machen wir es eben selbst“.

Brainstorming im Lumpenstil

Aller Anfang ist zufällig

Ganz am Anfang wussten wir noch nicht wie das Projekt eigentlich aussehen kann, das Einzige was uns klar war, war dass wir junge Künstler:innen sichtbarer machen wollten und zu ermöglichen deren Werke zu erstehen. Zu dem Zeitpunkt gab es auch die ersten Informationen, dass die Stadt Chemnitz einen Kreativwirtschaftswettbewerb ins Leben rufen wollte, der genau solche Projekte unterstützen sollte. Da wir von Anfang an dieses Ziel klar vor Augen hatten, um uns Feedback von erfahrenen Persönlichkeiten und Gremien unserer Stadt zu unserer Idee einzuholen, ging es dann Schlag auf Schlag.
 
Es folgten viele, viele Treffen mit unendlich vielen Ideen, möglichen Kalkulationsansätzen, Diskussionen zur Zielsetzung und alles was so noch dazu gehört. Ganz ehrlich, wenn wir diesen Anfangsmotivationsschub nicht gehabt hätten, der uns dieses klare Ziel und auch einen Zeitrahmen gab, hätten wir das Projekt vermutlich nie so weit gebracht, da uns viele Personen auf dem Weg unterstützt und zugesprochen haben, diese Idee weiterzuverfolgen. Und so vergingen einige Wochen, bis wir schlussendlich unser Konzept bei Krach Chemnitz eingereicht haben und uns nichts weiter blieb als abzuwarten und zu hoffen.
Wir waren kein bisschen nervös.

Die Resonanz

Im Bewerbungsprozess für Krach und später auch den InnoStartbonus für FutureSAX lernten wir unsere Idee zu präsentieren, gewisse Aspekte in den Mittelpunkt zu stellen und fanden auch heraus welche positiven Aspekte andere Personen in unserer Idee sahen. Die originelle Idee der Kunstabos fand viel Anklang, die Unterstützung lokaler Künstler:innen noch mehr. Auch die Idee damit einen neuen Zugang zu Kultur zu bieten, der vielen bisher vielleicht verschlossen blieb gefiel der Jury.
 
Wir waren ehrlich gesagt selbst überrascht, wieviel positive Resonanz wir von allen Seiten erhalten haben für das Konzept, was uns zeigte, dass wir auf dem richtigen Weg sind und genau diese Aspekte auch gerade benötigt und nachgefragt werden. Bis zu dem Moment, als wir unseren Namen bei der Preisverleihung gehört haben blieben unendlich viele Zweifel, die Frage wie relevant unser Projekt im Stadtbild sein könnte und wie realistisch es überhaupt ist, auf diese Art ein eigenes Unternehmen zu gründen. Fragen, Zweifel, Bangen und dann… fiel unser Name.
Vielleicht waren wir ein klitzeklein wenig glücklich.
Seitdem haben wir viel gelernt, aufgebaut, wieder eingerissen, neu erdacht und schlussendlich der Welt präsentiert. Dieser Weg auf dem wir so viel gelernt haben wird sicherlich des Öfteren Teil dieses Blogs werden, von daher sprengt es etwas den Rahmen eines Artikels.
 
Was wir allerdings sagen können, ist dass wir unglaublich dankbar dafür sind, die Möglichkeit zu haben unsere Region zu unterstützen, mit fantastischen Menschen zu arbeiten und hoffentlich auch langfristig, einfach das zu machen, was wir lieben: Euch jede Menge Künstler:innen vorzustellen und schöne Erfahrungen nach Hause zu bringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.